20. Tag: Watchtower – Jasper

Nach einem langen erholsamen Schlaf raffen sich die Trampeltiere um 7:30 Uhr auf. Frühstück unter Mücken

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und wenig später machen sie sich auf, ins Tal abzusteigen. Sie verlieren mehrmals den Weg und müssen reißende Bäche durchwaten. Als sie die Baumgrenze erreichen und damit potenzielles Bärengebiet, hält das Guanako erfolgreich jegliche Raubtiere auf Abstand, indem es seine Umgebung mit in der Kindheit erlerntem Liedgut erfreut. Nach 10 km Abstieg gelangen die Trampeltiere schließlich ins Tal. Hier gilt es nur noch, einen der vielen vorbeifahrenden Autoreisenden anzuhalten, damit er die Trampeltiere zum 15 km entfernten Parkplatz mitnimmt, wo sie ihr Gefährt abgestellt hatten. Das will zunächst nicht so recht gelingen und sie rätseln, ob es an ihrem Aussehen liegt (drei Tage Backcountry hinterläßt seine Spuren) oder an der Größe ihres Gepäcks. Aber nach einer halben Stunde schafft es schließlich das Guanako, ein herumirrendes Paar zu überzeugen, die ausgelaugten Schwielensohler mitzunehmen.

Zurück in Jasper finden sie einen Platz auf dem Wapiti Campground, wo sie die Nacht verbringen.


19. Tag: Snow Bowl – Watchtower

In der Gewissheit, daß ihnen heute eine kurze 9 km Strecke bevorsteht, erheben sich die Trampeltiere erst spät von ihrem Nachtlager. Der Tag ist sonnig, aber das Gepäck lastet schwer auf ihren Höckern. Die Lastentiere, denen diese ungewohnte Belastung überraschenderweise Probleme bereitet (ein Gendefekt vielleicht?), nutzen jede Gelegenheit, eine Pause einzulegen. An nahezu jedem Bach wird angehalten, um ein wenig frisches Wasser zu filtern. Das hat aber auch was für sich: frisch gefiltertes kühles Bachwasser. Wie zum Hohn begegnen sie immer wieder der Spezies der Trailrunner, die den ganzen Trail, ca. 44 km, an einem Tag bewältigen.

Zunächst wandern sie, zur Freude des Guanakos, durch eine blühende Bergwiese.

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Nach dem Aufstieg zum Big Shovel Pass ändert sich die Landschaft. Eine karge Hochebene aus Geröll und Schieferplatten tut sich vor ihnen auf. In der Ferne ist der Curator Lake und der Aufstieg zur höchsten Stelle des Trails, The Notch, zu erkennen.

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Die Trampeltiere aber biegen vorher rechts ab und steigen bei starkem Wind zum Watchtower Pass auf.

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Oben angekommen, werden sie für ihre Strapazen durch einen atemberaubenden Blick ins Watchtower Basin belohnt.

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Inzwischen sind die Trampeltiere aber so erschöpft, daß sie nur noch ankommen wollen. Aber genau das gestaltet sich schwierig. Der Weg wird immer undeutlicher und plötzlich stapfen die Trampeltiere über unberührte Wiesen. Sehr beschwerlich! Dank ihres mitgeführten Fernglases finden sie den Weg aber wieder und erreichen am Nachmittag völlig erschöpft den Watchtower Campsite. Die Trampeltiere sind sich einig, daß sie diesen Weg am nächsten Tag ganz bestimmt nicht wieder zurückwandern werden. Unterstützt wird dieser Entschluss durch eine aufkommende Gewitterfront, die dazu auch noch den Aufbau des Zeltes deutlich beschleunigt.

Die Trampeltiere warten den Regenguss trocken im Zelt ab und belohnen sich dann mit einem Drei-Gänge-Menü: Tütensuppe – Tütenhauptgang – Tütendessert. Danach heißt es nur noch: Schlafen!


18. Tag: Jasper – Snow Bowl

Am Morgen wird nochmal die Ausrüstung gecheckt und um 12 Uhr werden die Trampeltiere am Wegesrand vom Shuttle aufgelesen, das sie zum 40 km entfernten Maligne Lake bringt.

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Unterwegs gibt es einen “Bear Jam”: Autos halten an und Leute steigen aus, die versuchen, Bilder von Bären zu schießen, die am Straßenrand gesichtet worden sind. In diesem Fall handelt es sich um eine Schwarzbärenmutter mit zwei Schwarzbärenkindern. Letztere bewegen sich gefährlich nah an der Straße und den Leuten entlang, sodaß das Dromedar vermutet, dass die örtlichen Zeitungen am nächsten Tag von einem Bärenzwischenfall auf der Maligne Lake Road berichten werden (über die Richtigkeit dieser Vermutung ist allerdings bis heute nichts bekannt). Der Fahrer des Shuttle macht die Schaulustigen auf die Fahrlässigkeit ihres Verhaltens aufmerksam – was diese jedoch unbeeindruckt läßt – und fährt weiter.

Dann werden die Trampeltiere am Startpunkt des Skyline Trails abgesetzt. Es geht los!

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Die erste Etappe erstreckt sich über 12 km, stetig bergauf von 1600 m auf über 2200 m. An zwei Campsites unterwegs wird gerastet, um die Rucksäcke, die immer schwerer werden, vorübergehend abzuwerfen. Nach ca. 9 km passieren die Trampeltiere die Baumgrenze und es ergeben sich wundervolle Ausblicke auf die umliegenden Berge.

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Auch das hiesige Wildlife läßt sich nicht lumpen und erfreut die Trampeltiere mit ihrer Erscheinung.

Na, was ist das?

marmot

Und das?

wolverine

Um 18:30 Uhr, nach 6 Stunden Wanderung, erreichen die Trampeltiere ihren Campsite – Snow Bowl. Jetzt nur schnell essen und ausruhen, denken sie sich. Aber weit gefehlt! Erst muß Wasser gefiltert werden, aber der Bach, in dem das möglich ist, ist einige 100 Meter entfernt. Und an Entspannung ist auch nicht zu denken. Es wimmelt hier vor Mosquitos. Wie ausgehungert fallen sie über jede sich bietende freie Körperstelle her. Die Mosquitonetze, die hier wirklich gebraucht würden, sind zwecks Gewichtseinsparung zuhause gelassen worden. Also muß das böse DEET-Zeug herhalten, das zwar übelst stinkt, aber die Mosquitos eine Weile auf Entfernung hält. Schnell wird alles bärensicher aufgehängt

bearhanger

und das rettende Zelt aufgesucht, obwohl der abendliche Ausblick eigentlich viel zu schön ist.

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