Zurück in den Sommer

Am nächsten Morgen ist das schlechte Wetter wie weggeblasen und die Reiteralpe begrüßt die Schwielensohler mit schönstem Sonnenschein.

Ausblick am MorgenNeue Traunsteiner Hütte

Mit einem letzten Blick zurück verlassen sie ihr alpines Lager um 8 Uhr morgens. Sie wählen den Abstieg über den Alpasteig nach Reith, wo sie um ca. 13:30 Uhr den Bus nach Salzburg erreichen wollen. Anfangs gibt es noch leichten Frost, aber nachdem sie die Hochebene verlassen haben, wird es zunehmend wärmer.

AlpasteigBach

Ihr Weg führt sie stetig bergab. Vorbei an Quellen, Bächen, Almen und gefährlichen Felsstürzen erreichen sie schließlich das Örtchen Reith.

FelssturzBlick zurück

Hier haben sie noch eine Stunde Zeit, um sich an der Saalach die geschundenen Füße zu kühlen.

Saalach

Statistik: 10 km – 1050 Meter runter – 4:38 Stunden brutto


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Wintereinbruch

Es hat die ganze Nacht hindurch geschneit und so sehen sich die Schwielensohler am nächsten Morgen mit 15 cm Neuschnee konfrontiert.

WintereinbruchReiteralpe

Aber das macht ja nichts, denn bis auf die fehlenden Schneeschuhe und den fehlenden SPOT sind sie gut für diese Verhältnisse gerüstet. Also machen sie sich an diesem Morgen als einzige auf den Weg Richtung Edelweißlahner. Mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit von ca. 1km/h kommen sie voran, immer mit den Trekkingstöcken sich vorantastend, um Schneelöcher und Tiefschneefelder aufzuspüren, und den Blick umherschweifend, um die Wegmarkierung zu finden. Nach 2 Stunden “Pfadfinden” drehen sie um und folgen ihren eigenen Spuren zurück. *puh* nochmal gut gegangen!

Nach einer ausgedehnten Mittagspause in der Hütte machen sie sich am Nachmittag erneut auf. Diesmal geht es in einer kleinen Runde zum Wartsteinhaus, das – eine entsprechende Mitgliedschaft bei den Militärkamelen vorausgesetzt – auch bequem über eine Seilschwebebahn erreicht werden könnte. Da die Schwielensohler nur gemeine Zivilkamele sind, müssen sie laufen…

BergblumeBunker

Statistik: 10,25 km – 370 m rauf und runter – 6 Stunden brutto


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Der Große Bruder

Der nächste Tag stand ganz im Zeichen der Regeneration. Nach einer langen erholsamen Nacht und einem Hüttenfrühstück machten sich die Schwielensohler auf die  Erkundung der Reiteralpe. Sie liefen ein Stück hinauf Richtung Grosser Bruder und erfreuten sich an Flora und Fauna.

BergblumenBergblumenBergblumenBergblumenBergschafeBergschafeReiteralpeGrosser Bruder

Den Nachmittag verbrachten sie in der Hütte, die durch einen beheizten Kachelofen gemütlich warm war, bei heissen Getränken und Gesellschaftsspielen. Das war auch gut so, denn bald wurde es draussen richtig ungemütlich.

Schneetreiben

Statistik: 5,1 km – 330 Meter rauf – 330 Meter runter – 3 Stunden brutto


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Die Trekkingkatze

Am Pfingstwochenende waren das Dromedar und das Guanako im Berchtesgadener Land unterwegs. Die Schwielensohler trafen sich in Schneizlreuth, einem beschaulichen Örtchen an der Saalach. Ziel ihrer ersten Etappe war die Neue Traunsteiner Hütte, die sie über den Schrecksattel erreichen wollten. Kaum unterwegs, wurden sie gleich  an der Mündung des Weißbaches in die Saalach von der Trekkingkatze Bürzl empfangen.

Bürzl

Bürzl

Diese wich nicht von ihrer Seite und begleitete die Schwielensohler zunächst bis zum Haiderhof, der, sollte man den Äußerungen einer zwischenzeitlich anhaltenden Autofahrerin Glauben schenken, ihr angestammtes Zuhause ist. Nach einer kurzen Rast dort ging es am Aschauer Bach hinauf in die Berge.

Aschauer Bach

Aschauer Bach

War es nicht schon ungewöhnlich genug, daß die Schwielensohler ganze 4 km lang von einer offensichtlich wanderfreudigen Katze verfolgt worden sind, so wurde ihre Überraschung umso größer, als dieses Tier sie auch nach dieser ersten Pause weiter begleitete. Bürzl widerstand allen Überredungskünsten wieder umzukehren. Anscheinend wollte sie raus aus ihrer ländlichen Einöde, wollte hinaus in die Welt, etwas erleben, vielleicht Karriere machen und reich und berühmt zurückkehren und mit dem in der Fremde verdienten Geld aus dem Haiderhof eine Adresse von Weltruf machen… Wir wissen es nicht, denn Bürzl hat sich uns nicht mitgeteilt und sich statt dessen bei der nächst besten Gelegenheit einer anderen – schnelleren – Wandergruppe angeschlossen. Immerhin durften die Schwielensohler ca. 8 km lang die Weggefährten dieses beeindruckenden Geschöpfes sein.

Nachdem die Schwielensohler verlassen worden waren, kehrte Tristesse in ihr Leben ein. Kurve um Kurve schraubten sich die Trampeltiere den Berg hinauf bis sie nach einer halben Ewigkeit den Schrecksattel, den höchsten Punkt der Etappe, erreichten.

Schrecksattel

Schrecksattel

Das Schlimmste war geschafft. Von nun an ging es nur noch über ein paar Schneefelder einen hügeligen Weg bis zur Neuen Traunsteiner Hütte, die glücklich gegen 20 Uhr erreicht wurde.

Neue Traunsteiner Hütte

Neue Traunsteiner Hütte

Statistik: 13,5 km insgesamt – 1200 Meter rauf – 6 Stunden brutto


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