Winterwanderung im Hohen Taunus

Das Guanako und das Dromedar waren mal wieder unterwegs. Diesmal hieß das Ziel “Altkönig”. Gestartet wurde in Kronberg und es ging gleich lustig bergauf. Der Weg war nicht geräumt und selten begangen, sodaß sich ein schmaler tiefer Pfad herausbildete, der die ganze Aufmerksamkeit der Schwielensohler erforderlich machte. Dem Dromedar bereitete das einige Mühe, obwohl es sich ja als Wüstentier sehr gut mit tiefem Geläuf auskennen sollte. Das Problem war wohl nur, daß das Dromedar so langsam genug hatte von diesem langen Winter und dementsprechend eine gewisse Trotzhaltung einnahm. Und so stapfte es fluchend und greinend aufwärts, bis an einer Gabelung selbst das Guanako ein Einsehen hatte und das Vorhaben, den Altkönig zu besteigen, aufgab. Stattdessen umkreisten sie ihn und kehrten in einer Gaststätte am Fuchstanz ein, wo sie sich stärkten, aufwärmten und für die folgenden 1,7 km bis zur Bushaltestelle vorbereiteten. Dieser letzte Abschnitt geriet  zu einem Slalomlauf um unkontrolliert schlingernde Rodler herum und verlangte den Schwielensohlern all ihre Geduld und Gelassenheit ab.

Der Bus brachte sie zunächst nach Königsstein, dessen historische Altstadt die Schwielensohler zu einem kurzen Spaziergang einlud, bevor es dann weiter zu ihrem Ausgangspunkt Kronberg zurück ging.

Alles in Allem ein schöner Tagesausflug mit 9,14 km bei 589 Höhenmetern.


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Auf Irrwegen durch den hessischen Spessart

IMGP0558Ausgestattet mit den 10 Essentials Knipse, GPS-Gerät, Wanderkarte, Handy, Schokolade, Wasser, Sitzkissen, Buff, Kreditkarte und Hessenticket machten sich das Dromedar und das Guanako auf zu einer herbstlichen Halloween-Wanderung durch den Naturpark Hessischer Spessart. Gestartet in Steinau an der Strasse, war ihr erstes Ziel die Teufelshöhle, um dort die hoffentlich zahlreich vorhandenen Kinder, die zum Höhlensaisonabschluss Halloween feiern sollten, zu erschrecken. Leider hat das Timing nicht so ganz gepasst und so standen die Schwielensohler eine halbe Stunde zu früh vor dem verschlossenen Höhleneingang. IMGP0562Wer das Guanako kennt, weiss, dass für dieses eine halbstündige Wartezeit  in diesem Fall alles andere als eine gültige Option ist, und auch das Dromedar verspürte, da auch das Höhlen-Catering noch nicht angelaufen war, keine grosse Lust, sich hier die Beine in den Bauch zu stehen.

Also ging es unverrichteter Dinge weiter Richtung Kaiserkanzel. Der Weg, den die Schwielensohler laut Wanderkarte gehen sollten, entpuppte sich als kleine Klettereinlage. Da die Schwielensohler aber ohne alpines Equipment losgezogen waren in der Annahme, derart anspruchsvolle Partien in deutschen Mittelgebirgen nicht vorzufinden, lIMGP0563iessen sie den Klettersteig links liegen und vertrauten sich fortan dem mitgeführten GPS-Gerät an. Dieses lotste sie sicher auf mehr oder weniger guten Waldwegen zu ihrem zweiten Etappenziel. Die Schwielensohler hatten sich eine Kaiserkanzel zwar irgendwie anders – imposanter – vorgestellt, aber der Weg war abwechslungsreich genug und die herbstlichen Farben dieses Buchenwaldes wussten durchaus zu entschädigen.

Von der Kaiserkanzel aus ging es in einem weiten Bogen hinunter zum Steinaubach, der sehr romantisch daherkam. Schwup – rüber über die solide Holzbrücke und rein in den nächsten Wald. IMGP0564Und hier nahm das Drama seinen Lauf…

Die Schwielensohler trabten so dahin, bis sie irgendwann merkten, dass die tatsächliche Wegführung erheblich von sowohl der Wegführung in der Wanderkarte als auch der im GPS-Gerät abwich. Nach einigem hin und her entschieden sie sich dann, ihren Pfadfinderinneninstinkten eine Chance zu geben, und schlugen sich in die Büsche in der Hoffnung, wenigstens die Reste eines Weges zu finden. Er musste doch hier irgendwo sein!?!

Aber je weiter sie in den Wald vordrangen desto undurchsichtiger wurde er (Moment! Das kennt man doch aus diversen deutschen Märchen…). Ihnen blieb nur, stur dem GPS-Gerät zu folgen. IMGP0566Die dünnen Pseudotrekkinghosen bewiesen ihre fehlende Durchstichfestigkeit, ein paar Wildschweinfrischlinge wurden aufgescheucht (was deren Mütter anscheinend nicht interessierte) und nach endlosen Metern stiessen die Schwielensohler endlich wieder auf einen richtigen Weg. Hallelujah!

Hier wandten sie sich nach links und erreichten bald die Ursache allen Übels: eine als “Deponie” getarnte Atommüllendlagerstätte, die natürlich in keiner Karte eingezeichnet war, so geheim was sie. Und die Schwielensohler haben sie entdeckt! Der in der Karte eingezeichnete Weg führte direkt hindurch. IMGP0568Dass die dafür zuständigen Kräfte eiligst den Wanderweg verlegt haben und gleichzeitig die ehemalige Streckenführung durch Schnellbewuchs unkenntlich gemacht haben, ist bemerkenswert und hat den Schwielensohlern nicht den Hauch einer Chance gegeben.

Nach dieser erschütternden Entdeckung flüchteten die Schwielensohler durch die Autobahnunterführung hinüber nach Schlüchtern, wo sie zunächst in einem Wildgehege einem Hirschen beim Röhren zusahen und anschliessend erschöpft beim Schmierigen einkehrten.

Die verständlicherweise etwas unruhige Wegführung, die das GPS-Gerät aufgezeichnet hat, ist auf dem folgenden Schaubild gut zu sehen.

Statistik: 19 km insgesamt – 519 m rauf – 447 m runter


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A Jungle Walk

5 Stunden lang sind die Trampeltiere über Stock und Stein, hinauf und hinab, mit Händen und Füßen durch den Dschungel geirrt und haben am End doch den Ausgang gefunden…

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…die Klampfe in der Hand.

IMGP0197 Die letzten 16,1 km bis Oberhof vergingen wie im Flug. Das Roomie fegte durch die Landschaft wie ein aufgezogenes Duracell-Häschen, sodaß selbst die Campingbekanntschaft Mühe hatte zu folgen, obwohl sie schon mit ihrer sandalenbetriebenen Platschtechnik arbeitete. Eindeutige Gewinnerin dieses 65+ Contests war aber das Dromedar, das durch seine unvergleichliche “einfach-laufen-lassen”-Technik am letzten Abstieg zum Bahnhof Oberhof alle anderen weit hinter sich lassen konnte.

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Statistik: 16,1 km – 188 m rauf – 326 m runter


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…den Beutel auf dem Rücken…

Sonne satt begleitete die Wandergesellschaft an ihrem 3. Wandertag. So spulten sie mit links ihre 18,5 km bei 761 Höhenmetern herunter. Besonderes Highlight: ein Bad im eiskalten Bergsee mit anschließender Verköstigung echter hausgemachter Thüringer Klöße an der Ebertswiese.

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Das Nachtlager wurde in der Schützhutte Am Spiessberg aufgeschlagen, wo der Abend durch ein kleines Feuer im BushBuddy erwärmt und erhellt wurde.

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Statistik: 18,5 km – 403 m rauf – 358 m runter


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