15. Tag: Spectacle Lakes – Becker´s Lodge
Veröffentlicht: 13 August 2008 Einsortiert unter: Bowron Lakes, Kanada 2008 Schreibe einen Kommentar »Am Morgen werfen die Trampeltiere den Ofen an und kochen ein amtliches Outdoorfrühstück: Spiegelei und Bannock. Um 9:30 Uhr sind sie abfahrbereit und begeben sich auf ihre letzte Etappe. Sie verlassen die Spectacle Lakes, passieren den Swan Lake und den Bowron River und erreichen schließlich den Bowron Lake. Kurze Rasten auf Campsite #52 und auf einem Strand am Bowron Lake, gegenüber der Becker´s Lodge. Um 14:30 Uhr ist ihre Mission beendet.
Erschöpft und glücklich beziehen sie ihre Cabin, genehmigen sich ein, zwei, drei eisgekühlte Warsteiner auf ihrer Terrasse, schleppen sich abends zum Essen in die Lodge (Steak & Salat) und fallen danach mit der Gewissheit, ES geschafft zu haben, in ein wunderbar weiches Bett.
Sie wissen noch nicht, daß dieser Teil ihrer Reise zu den eher leichteren gehören würde…
14. Tag: Spectacle Lakes
Veröffentlicht: 12 August 2008 Einsortiert unter: Bowron Lakes, Kanada 2008 Schreibe einen Kommentar »Nach zunächst trübem Beginn klart es schnell auf und es wird ein wunderbar sonniger Tag.
Die Trampeltiere erhalten von den heute Abreisenden einige Geschenke zur Auffrischung ihrer Vorräte: ein Apfel, vier Eier und – unter großem Gelächter – eine halbe Rolle Klopapier. Der Ofen im Shelter ist wieder allgemeiner Treffpunkt. Hier wird Wasser erhitzt, Brot geröstet und sogar Baked Beans mit Eggs gezaubert. Erstaunlich, was manche Leute nach über einer Woche noch in ihren Beständen haben.
Danach ist Aufbruchstimmung. Nachdem alle weg sind kehrt himmlische Ruhe ein und die Trampeltiere können einfach nur so sein, in der Sonne liegen, schwimmen, lesen, angeln und Eistaucher beobachten.
Am Nachmittag trudeln die nächsten Nachtgäste ein, darunter auch eine Drei-Generationen-Gruppe: Großeltern, Eltern und Kinder.
Das Spektrum derjenigen, die die Bowron Lakes paddeln, ist sehr weit: von sportlich-ambitionierten Highspeedpaddlern, die es in drei Tagen packen, bis zur gemütlichen Rentnergruppe auf 2 Wochen Erlebnistour ist hier alles vertreten, von spartanisch ausgerüsteten Feuerkochern bis zum dreiflammigen Colemankocher, von Hauszelt und Luxuscampingstuhl bis Hundehütte und Schaumstoffmatte. Die Trampeltiere fühlen sich in guter Gesellschaft.
Es werden rege Erfahrungen ausgetauscht: Wer war wann bei welchem Unwetter auf welchem Campsite? Ach, ihr wart die mit dem Bären auf Campsite #6? Habt ihr die Elche am McLeary gesehen? Und was ist eigentlich aus den entnervten Teenagern geworden?
Eine friedliche, freundliche Stimmung liegt über Campsite #48. Die Trampeltiere sind vollkommen zufrieden.
13. Tag: Unna Lake – Spectacle Lakes
Veröffentlicht: 11 August 2008 Einsortiert unter: Bowron Lakes, Kanada 2008 Schreibe einen Kommentar »Keine Wetterbesserung in Sicht. Der eigentliche Plan, hier zwei Tage zu bleiben, wird endgültig verworfen. Es zieht die beiden Trampeltiere zum nächsterreichbaren Cooking Shelter, in der Hoffnung, sich dort etwas aufwärmen zu können. Zuvor wird jedoch die obligatorische Wanderung zu den Cariboo Falls absolviert. Dazu muss einmal quer über den Unna Lake gepaddelt werden, und dann gelangt man auf einem kurzen Pfad zu den Wasserfällen. Da sich auf diesem Weg in letzter Zeit ein Bär herumtreibt und die Trampeltiere allein auf dem Weg sind, stimmen sie diverse Lieder und Weisen an und haben eine Menge Spass dabei.
Dann machen sie sich auf den Weg. Drei Portagen – die letzten – unterbrechen ihren Weg auf dem Babcock Creek, dem Babcock Lake und dem Skoi Lake. Ihr Ziel ist der Campsite #48 an den Spectacle Lakes, wo bei diesem Wetter vermutlich alle hin wollen. Und richtig: der Platz ist voll, sogar die Cabin ist belegt. Kurz ziehen die Trampeltiere in Erwägung, zum nahegelegenen Campsite #47 auszuweichen. Die auf dem Weg dorthin angetroffenen frischen Bärenspuren
rufen jedoch einen jähen Sinneswandel in den Trampeltieren hervor und so erscheint ihnen plötzlich der – nicht ganz legale – Platz direkt neben dem Cooking Shelter inmitten vieler anderer Zelte als ideales Nachtlager.
Das Cooking Shelter ist der zentrale Treffpunkt. Hier gibt es einen Ofen und es wurden große Planen als Windschutz aufgehängt.
Richtig kuschelig!
Der Abend wird sehr lustig und für manche feucht fröhlich. Ein Vater/Sohn-Gespann hat allein 10 Liter Wein mit auf die Runde geschleppt. Der war nun, nach 8 Tagen, alle und sie griffen auf ihre Nalgeneflasche voll Whiskey zurück.
Für die meisten ist heute der letzte Abend bevor sie morgen zum Ausgangspunkt am Bowron Lake paddeln und so liegt auch ein bisschen Wehmut in der Luft, denn einige hier hat man mehrmals auf der Runde getroffen und sieht sie schon fast als alte Bekannte an.
Die Trampeltiere hingegen beschliessen, an diesem Ort einen weiteren Tag zu verweilen, auch, weil das Wetter inzwischen Besserung verspricht.
12. Tag: Lanezi Lake – Unna Lake
Veröffentlicht: 10 August 2008 Einsortiert unter: Bowron Lakes, Kanada 2008 Schreibe einen Kommentar »Endlich das typische Bowron Lake Wetter: kalt, regnerisch, windig. Jetzt müssen die Trampeltiere Moral beweisen. Und das tun sie. Zelt und Tarp werden nass eingepackt und bei Nieselregen geht es auf die 12 km zum Unna Lake, über den Sandy Lake und den Cariboo River, der hier ein träger breiter Fluss ist, kurz vor den Cariboo Falls links rum. Kurz vor dem Abbiegen sehen sie eine einsame Elchkuh im Fluss äsen.
Am Unna Lake gibt es eine Reihe schöner Campsites mit Sandstrand (#40), von denen sich die Trampeltiere den schönsten aussuchen können.
Gegen Abend frisch der Wind erheblich auf und bei inzwischen nur noch 9 °C Lufttemperatur verschwinden die Trampeltiere schnell in ihrer Nomadenbehausung.
11. Tag: Lanezi Lake
Veröffentlicht: 9 August 2008 Einsortiert unter: Bowron Lakes, Kanada 2008 Schreibe einen Kommentar »Heftiges Gewitter in der Nacht aber weiterhin Ruhe vor Bären.
Da sie, zur sichtlichen Erleichterung des Guanakos, den anspruchsvollsten Teil der Runde nun hinter sich haben, beschliessen die Trampeltiere, den heutigen Tag ruhiger angehen zu lassen, und paddeln nur ein kurzes Stück weiter zum Campsite #37.
Kaum häuslich eingerichtet, fängt es auch schon an zu regnen. Die Schönwetterperiode ist wohl endgültig vorbei. Nun schlägt die goldene Stunde des mitgeführten Tarps, das das Dromedar von nun an auf jedem Campsite unermütlich mit wachsender Begeisterung und in immer neuen Variationen aufbaut.
Später wird es ein Buch darüber veröffentlichen und reich und berühmt werden mit diesem Standardwerk der Tarpbautechnik.
Viel passiert an diesem Tag nicht mehr. Nach dem Essen wird mangels Wärmeentwicklung des entfachten Feuers bald das Zelt und der darin befindliche -12 °C Schlafsack aufgesucht.
