Bergetappe Usedom
Veröffentlicht: 16 Juli 2009 Einsortiert unter: Berlin - Usedom Schreibe einen Kommentar »Um die Fähre nach Kamminke auf Usedom zu bekommen, musste ich früh aufstehen. Die Fähre startete pünktlich um 8:10 Uhr mit allerhand Radwanderern im Bauch und nach 1,5 Stunden war das Stettiner Haff überquert. Wie man sieht, fühlt sich Daisy auf schwimmenden Untersätzen inzwischen pudel- äh.. dromedarwohl.
Hielt sich der Reiseverkehr per Drahtesel bis hierhin in Grenzen, so bot sich auf der Insel ein ganz anderes Bild. Auf der ganzen Strecke schlängelten sich Kurz- und Fernreisende auf den nur selten asphaltierten Radwegen. Dabei verlangte die sehr hügelige Streckenführung einiges an Kondition. Um die war es bei mir am 4. Tag in Folge auf dem Sattel offensichtlich nicht mehr ganz so gut bestellt. Manche Anstiegen vermochten meine Beine nicht mehr zu stemmen und so musste ich tatsächlich absteigen und schieben. Die “nur” 55 km der letzten Etappe wurden so noch mal zu einer ganz besonderen Herausforderung.
Irgendwann erreichte ich endlich die Ostsee! Die Ostseeküste Usedoms ist ein einziger Sandstrand, der durch viele Stichwege erreichbar ist. Auch ich nahm die Gelegenheit wahr und ein erfrischendes Bad im Salzwasser.
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Aber ein wenig musste ich die Zeit im Blick haben, denn ich wollte in Peenemünde den Zug um 15:30 Uhr erreichen. Die letzten Kilometer waren bei Gegenwind dann auch einfach nur anstrengend. Glücklich und zufrieden erreichte ich den Bahnhof pünktlich und machte mich sogleich auf die völlig unspektakuläre Heimreise.
Statistik: 65 km Rad – 300 m rauf – 19 km Fähre
Die Königinnenetappe oder Hitzeschlacht an der Uecker
Veröffentlicht: 15 Juli 2009 Einsortiert unter: Berlin - Usedom Schreibe einen Kommentar »Heute sollte es richtig heiß werden. Um 7:00 morgens zeigt das Thermometer schon 22 Grad. Ich halte mich gar nicht lange auf und packe zusammen. Schließlich will ich um 10:00 Uhr die Fähre nach Prenzlau erwischen.
Als ich um 9:45 Uhr am Steg ankomme, wartet sie schon. Vor mir liegen 2 Stunden Dampferfahrt über Oberuckersee, Uecker und Unteruckersee. Eine sehr schöne Fahrt, aber so richtig Fahrtwind will nicht aufkommen. Mir schwant Böses.
Um kurz nach 12:00 Uhr legen wir an. Vor mir liegen noch 75 km, es ist schon Mittag und ich bin noch nicht mal losgefahren. Die Sonne brennt. Meine Hoffnung ist, daß die Streckenführung heute "Kilometer machen" erlaubt. Die uckermärkischen Hügel sind vorbei und es geht nun überwiegend parallel zu Landstraßen. Tatsächlich läuft das Rad heute wieder leichter. Ich komme trotz der Hitze gut voran, auch wenn es landschaftlich heute nicht mehr so reizvoll ist.
Die zweite Hälfte der Strecke ist zumindest meteorologisch entspannter. Dichte Wolken und sogar ein paar Regentropfen bringen etwas Abkühlung.
Nur drei kurze Pausen habe ich mir gegönnt und zur Belohnung erreiche ich mein Tagesziel Ueckermünde um 18:00 Uhr, wo ich mich auf dem Campingplatz in Grambin einquartiere.
Statistik: 75 km Rad – 174 m rauf – 20 km Fähre
Immer wieder Oberuckersee
Veröffentlicht: 14 Juli 2009 Einsortiert unter: Berlin - Usedom Schreibe einen Kommentar »
Wenn es einen Ort gibt in Brandenburg, an den ich immer wieder gerne komme, dann ist es der Oberuckersee, genauer gesagt: der Campingplatz am Oberuckersee. Der Platz ist terrassenförmig angelegt, sodaß man von vielen Plätzen aus Seeblick hat, und das Beste ist: die Zeltplätze sind in vorderster Reihe. Caravans und Dauercamper müssen sich dahinter einreihen. Das macht den Platz schon mal sehr sympathisch.
Hier habe ich mir also mein zweites Lager eingerichtet. Der Tag begann mit einem Frühstück am Üdersee. Pünktlich zum
Zeltabbau fing es an zu regnen. Das war aber nicht weiter schlimm, denn es ging zunächst überwiegend durch den Wald und gegen 12 Uhr kam langsam die Sonne heraus. Der Weg führte mich über Werbellinsee, Grimnitzsee und Wolletzsee zum NABU Blumberger Mühle. Hier gönnte ich mir nach 4 Stunden Fahrt und etlichen Hügeln, die es zu bezwingen galt, ein kleines Schnitzel.
Heute lief das Rad wegen der Steigungen und der schweren Beine nicht so gut. Trotzdem erreichte ich mein Tagesziel schon um 16 Uhr. Auch hier hieß es wieder Zeltaufbauen, Baden und Relaxen in der Hängematte. Wie gut, daß ich das Möbelstück dabei hatte! Es ist leicht, klein verpackbar und fällt kaum auf im Gepäck, steigert aber enorm den Komfort – sofern die entsprechenden Bäume vorhanden sind…
Statistik: 64 km – 230 m rauf
Osedum? Usedom!
Veröffentlicht: 13 Juli 2009 Einsortiert unter: Berlin - Usedom Schreibe einen Kommentar »Ich liege hier in meiner Hängematte am Üdersee, ein kühles Hefeweizen in Reichweite, und verfasse diesen Text auf meinem PDA. Wie kommts?
Nun, die Erkältung ist auskuriert, ein zusätzlicher Strampeltag wurde spendiert und selbst das plötzliche Rückenleiden verschwand wie es gekommen war.
Also hieß es heute morgen: Auf nach Usedom!
Bis alles organisiert, gepackt und verstaut war und es endlich losgehen konnte, war es 11:00 Uhr. Das Wetter hatte sich prächtig entwickelt. Die ersten Meter mit dem Gepäck waren etwas gewöhnungsbedürftig. Aber schnell stellte sich Routine ein.
Der Weg durch die Stadt Richtung Norden war wie erwartet laut und voll. Vorbei an Mauerpark, alter Heimat und Schloßpark, parallel zu S-Bahn und Panke. Buch – Zepernick – Bernau. Diese Strecke, die ich schon oft gefahren bin, brachte keine Überraschungen, außer vielleicht, daß es im Bereich Buch immer noch wirklich schlimme Abschnitte gibt. Dafür ist allerdings zwischen
Zepernick und Bernau inzwischen eine richtig schöne Fahrradpiste entstanden. Wie überhaupt der überwiegende Teil des Radfernwegs gut ausgebaut ist.
In Bernau nimmt man ein Stück Stadtmauer mit (naja, nicht wirklich) und wendet sich dann Richtung Ladeburg, wo die stark befahrene Straße verlassen wird.
Das Rad lief gut und die Freude über die Landschaft und Ruhe außerhalb der Stadt trieb mich ohne Pause immer weiter bis hinter Biesenthal. Dort fand ich, nachdem ich schon 3,5h unterwegs war, einen Rastplatz im Wald.
Nach einer halben Stunde ging es weiter auf die vermeintlich letzten 16km zum Campingplatz, den ich gedachte, in ein bisschen
mehr als einer Stunde zu erreichen. Eine Baustelle an einer Brücke am Oder-Havel-Kanal machte mir einen Strich durch die Rechnung. Erst fuhr ich über die Brücke, dann wieder zurück, dann landete ich in der Pampa und schließlich erreichte ich den Campingplatz über einen schmalen Pfad am Ufer des Kanals glücklich um 17:00 Uhr.
Schnell das Zelt aufgebaut und die Hängematte und dann in den See, die Salzkruste abwaschen.
Härrlisch!
Danach stattete ich der Platzgaststätte einen kleinen Besuch ab, mit dem Resultat, daß ich jetzt wohltemperiertes Hefeweizen, natürlich aus nem richtigen Weizenbierglas, genießen kann.
So kommts.
Statistik: 67 km – 174 m rauf
Zu Wasser und zu Lande
Veröffentlicht: 17 Juni 2009 Einsortiert unter: Berlin - Usedom Schreibe einen Kommentar »In der kommenden Woche hat das Dromedar 3 freie Tage zur Verfügung, die es für eine kleine Tour ganz alleine auf sich gestellt nutzen möchte. Wandern und Paddeln wurde dieses Jahr schon ausgiebig betrieben. Aber der Drahtesel, der zur Zeit nur für die tägliche Fahrt in die Karawanserei genutzt wird, hat in der Vergangenheit in unzähligen Tagestouren seine Zuverlässigkeit unter Beweis gestellt. Ausserdem hat der Lieblingsoutdoorausrüster ganz zufällig gerade schöne orange Fahrradtaschen im Angebot. Da konnte das Dromedar nicht widerstehen. Warum also nicht eine Fahrradtour? Es würde die lang herbeigesehnte erste mehrtägige Fahrradtour für das Dromedar werden!
Schnell war eine Route gefunden. Es wird der Berlin-Usedom-Radweg, verkürzt um modifiziert durch einen vorgezogenen Beginn in Bernau (die Strecke Wedding-Bernau ist das Dromedar schon oft genug gefahren) und zwei Teilstrecken, die mit der Fähre zurückgelegt werden. Insgesamt wird das Dromedar so in drei Tagesabschnitten eine Strecke von 194 km (241 km mit Fähren) radeln müssen. Ob das zu schaffen ist…?
