Um die Fähre nach Kamminke auf Usedom zu bekommen, musste ich früh aufstehen. Die Fähre startete pünktlich um 8:10 Uhr mit allerhand Radwanderern im Bauch und nach 1,5 Stunden war das Stettiner Haff überquert. Wie man sieht, fühlt sich Daisy auf schwimmenden Untersätzen inzwischen pudel- äh.. dromedarwohl.
Hielt sich der Reiseverkehr per Drahtesel bis hierhin in Grenzen, so bot sich auf der Insel ein ganz anderes Bild. Auf der ganzen Strecke schlängelten sich Kurz- und Fernreisende auf den nur selten asphaltierten Radwegen. Dabei verlangte die sehr hügelige Streckenführung einiges an Kondition. Um die war es bei mir am 4. Tag in Folge auf dem Sattel offensichtlich nicht mehr ganz so gut bestellt. Manche Anstiegen vermochten meine Beine nicht mehr zu stemmen und so musste ich tatsächlich absteigen und schieben. Die “nur” 55 km der letzten Etappe wurden so noch mal zu einer ganz besonderen Herausforderung.
Irgendwann erreichte ich endlich die Ostsee! Die Ostseeküste Usedoms ist ein einziger Sandstrand, der durch viele Stichwege erreichbar ist. Auch ich nahm die Gelegenheit wahr und ein erfrischendes Bad im Salzwasser.
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Aber ein wenig musste ich die Zeit im Blick haben, denn ich wollte in Peenemünde den Zug um 15:30 Uhr erreichen. Die letzten Kilometer waren bei Gegenwind dann auch einfach nur anstrengend. Glücklich und zufrieden erreichte ich den Bahnhof pünktlich und machte mich sogleich auf die völlig unspektakuläre Heimreise.
Statistik: 65 km Rad – 300 m rauf – 19 km Fähre


