Verfasst von: dromedar | 13 Juli 2009

Osedum? Usedom!

Ich liege hier in meiner Hängematte am Üdersee, ein kühles Hefeweizen in Reichweite, und verfasse diesen Text auf meinem PDA. Wie kommts?

Nun, die Erkältung ist auskuriert, ein zusätzlicher Strampeltag wurde spendiert und selbst das plötzliche Rückenleiden verschwand wie es gekommen war. Auf gehts!Also hieß es heute morgen: Auf nach Usedom!

Bis alles organisiert, gepackt und verstaut war und es endlich losgehen konnte, war es 11:00 Uhr. Das Wetter hatte sich prächtig entwickelt. Die ersten Meter mit dem Gepäck waren etwas gewöhnungsbedürftig. Aber schnell stellte sich Routine ein.

Der Weg durch die Stadt Richtung Norden war wie erwartet laut und voll. Vorbei an Mauerpark, alter Heimat und Schloßpark, parallel zu S-Bahn und Panke. Buch – Zepernick – Bernau. Diese Strecke, die ich schon oft gefahren bin, brachte keine Überraschungen, außer vielleicht, daß es im Bereich Buch immer noch wirklich schlimme Abschnitte gibt. Dafür ist allerdings zwischen BernauZepernick und Bernau inzwischen eine richtig schöne Fahrradpiste entstanden. Wie überhaupt der überwiegende Teil des Radfernwegs gut ausgebaut ist.

In Bernau nimmt man ein Stück Stadtmauer mit (naja, nicht wirklich) und wendet sich dann Richtung Ladeburg, wo die stark befahrene Straße verlassen wird.

Das Rad lief gut und die Freude über die Landschaft und Ruhe außerhalb der Stadt trieb mich ohne Pause immer weiter bis hinter Biesenthal. Dort fand ich, nachdem ich schon 3,5h unterwegs war, einen Rastplatz im Wald.

Nach einer halben Stunde ging es weiter auf die vermeintlich letzten 16km zum Campingplatz, den ich gedachte, in ein bisschenCamp Üdersee mehr als einer Stunde zu erreichen. Eine Baustelle an einer Brücke am Oder-Havel-Kanal machte mir einen Strich durch die Rechnung. Erst fuhr ich über die Brücke, dann wieder zurück, dann landete ich in der Pampa und schließlich erreichte ich den Campingplatz über einen schmalen Pfad am Ufer des Kanals glücklich um 17:00 Uhr.

Schnell das Zelt aufgebaut und die Hängematte und dann in den See, die Salzkruste abwaschen.

Härrlisch!

ÜderseeDanach stattete ich der Platzgaststätte einen kleinen Besuch ab, mit dem Resultat, daß ich jetzt wohltemperiertes Hefeweizen, natürlich aus nem richtigen Weizenbierglas, genießen kann.

So kommts.

Statistik: 67 km – 174 m rauf


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