Daß die shane ein tolles Boot ist, wissen wir nicht erst seit heute. Daß sie sich aber bei unseren samtpfotigen Freunden auch so großer Beliebtheit erfreuen würde, kam doch etwas überraschend und ist schon eine kleine Sensation. Schließlich weiß ja jedes Kind, daß Katzen wasserscheu sind. Da sollte man annehmen, daß sie auch allem, was mit Wassersport zu tun hat, eher skeptisch gegenüber stehen würden.
Das Dromedar und das Roomie trafen an diesem Wochenende ein paar gute Freunde – beide Exilanten, eine aus Schläfrig-Holstein, die andere aus dem Ländle – im
Norden der Stadt und hatten, da ihre Gastgeberinnen über den Luxus eines direkten Zugangs zum See verfügen, die shane dabei.
Kaum war das Boot aufgebaut, wurde es auch schon in Beschlag genommen, und zwar von Supercat und Batcat, den beiden Samtpfoten, die bei unseren Gastgeberinnen residieren. Sie zeigten uns, daß so ein Boot über den Gebrauch als Wasserfahrzeug hinaus multifunktionell sein kann. Man kann darin spielen, oder auch darauf oder darunter, man kann in seinem Schatten chillen und es ist eine coole Location, um mit den Kumpels aus der
Nachbarschaft abzuhängen.
Die Versuchung, das Verhalten der Samtpfoten während des bestimmungsgemäßen Gebrauchs des Bootes zu studieren, war groß. Ihr wurde aber widerstanden, nicht zuletzt da die Krallen einer panikierenden Katze gegenüber der zarten Bootshaut eín starkes Gegenargument gewesen wäre. Stattdessen begnügten sich die Trampeltiere damit, allein auf dem See zu flanieren, zwischen parkenden Motorbooten und Reiherkolonien.
Ein rundum gelungenes Wochenende, das neben landschaftlichen, sportlichen, kulinarischen und geselligen Eindrücken auch phonetisch seine Spuren hinterlassen hat. Die Eigenart der Leute aus dem Ländle, an jedes mögliche und unmögliche Wort ein le anzuhängen – ein Schwänzle sozusagen – brachte auch shane ein Anhängsel ein: das Boole (‘bo:lə), nicht zu verwechseln mit Bowle.
Adele!


