Der letzte Eintrag scheint unwiederbringlich ins Nirwana entschwunden zu sein. Heute nun folgt ein weiterer Versuch.
Heute sollte es richtig heiß werden. Um 7:00 morgens zeigt das Thermometer schon 22 Grad. Ich halte mich gar nicht lange auf und packe zusammen. Schließlich will ich um 10:00 die Fahre nach Prenzlau erwischen.
Als ich um 9:45 am Steg ankomme, wartet sie schon. Vor mir liegen 2 Stunden Dampferfahrt über Oberuckersee, Uecker und Unteruckersee. Eine sehr schöne Fahrt, aber so richtig Fahrtwind will nicht aufkommen. Mir schwahnt Böses.
Um kurz nach 12:00 legen wir an. Vor mir liegen noch 75km, es ist schon Mittag und ich habe noch nicht mal angefangen. Die Sonne brennt. Meine Hoffnung ist, daß die Streckenführung heute "Kilometer machen" erlaubt. Die uckermärkischen Hügel sind vorbei und es geht nun überwiegend parallel zu Landstraßen. Tatsächlich läuft das Rad heute wieder leichter. Ich komme gut voran, auch wenn es landschaftlich heute nicht mehr so reizvoll ist.
Die zweite Hälfte der Strecke ist zumindest meteorologisch entspannter. Dichte Wolken und sogar ein paar Tropfen bringen etwas Abkühlung.
Nur drei kurze Pausen habe ich mir gegönnt und zur Belohnung erreiche ich mein Tagesziel Ueckermünde um 18:00!
Die Königinnenetappe oder Hitzeschlacht an der Uecker
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Osedum? Usedom!
Ich liege hier in meiner Hängematte am Üdersee, ein kühles Hefeweizen in Reichweite, und verfasse diesen Text auf meinem PDA. Wie kommts?
Nun, die Erkältung ist auskuriert, ein zusätzlicher Strampeltag wurde spendiert und selbst das plötzliche Rückenleiden verschwand wie es gekommen war.
Also hieß es heute morgen: Auf nach Usedom!
Bis alles organisiert, gepackt und verstaut war und es endlich losgehen konnte, war es 11:00 Uhr. Das Wetter hatte sich prächtig entwickelt. Die ersten Meter mit dem Gepäck waren etwas gewöhnungsbedürftig. Aber schnell stellte sich Routine ein.
Der Weg durch die Stadt Richtung Norden war wie erwartet laut und voll. Vorbei an Mauerpark, alte Heimat und Schloßpark, parallel zu S-Bahn und Panke. Buch – Zepernick -Bernau. Diese Strecke, die ich schon oft gefahren bin, brachte keine Überraschungen, außer vielleicht, daß es im Bereich Buch immer noch wirklich schlimme Abschnitte gibt. Dafür ist allerdings zwischen
Zepernick und Bernau inzwischen eine richtig schöne Fahrradpiste entstanden. Wie überhaupt der überwiegende Teil des Radfernwegs gut ausgebaut ist.
In Bernau nimmt man ein Stück Stadtmauer mit (naja, nicht wirklich) und wendet sich dann Richtung Ladeburg, wo die stark befahrene Straße verlassen wird.
Das Rad lief gut und die Freude über die Landschaft und Ruhe außerhalb der Stadt trieb mich ohne Pause immer weiter bis hinter Biesenthal. Dort fand ich, nachdem ich schon 3,5h unterwegs war, einen Rastplatz im Wald.
Nach einer halben Stunde ging es weiter auf die vermeintlich letzten 16km zum Campingplatz, den ich gedachte, in ein bisschen
mehr als einer Stunde zu erreichen. Eine Baustelle an einer Brücke am Oder-Havel-Kanal machte mir einen Strich durch die Rechnung. Erst fuhr ich über die Brücke, dann wieder zurück, dann landete ich in der Pampa und schließlich erreichte ich den Campingplatz über einen schmalen Pfad am Ufer des Kanals glücklich um 17:00 Uhr.
Schnell das Zelt aufgebaut und die Hängematte und dann in den See, die Salzkruste abwaschen.
Härrlisch!
Danach stattete ich der Platzgaststätte einen kleinen Besuch ab, mit dem Resultat, daß ich jetzt wohltemperiertes Hefeweizen, natürlich aus nem richtigen Weizenbierglas, genießen kann.
So kommts.
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Cucina completa
Nachdem Post und Zoll das Dromedar einer harten Geduldsprobe unterzogen hatten, ist nun endlich nach 4 Wochen der BushBuddy angekommen. Zu Daisys großer Freude ohne Zusatzkosten wie etwa Zoll oder Steuern. Und auch direkt nach hause, nicht etwa zur Abholung beim Zollamt. Ein herzliches Dankeschön dafür!
Jetzt kann endlich die amtliche 1-2 Personen Outdoorküche zusammengestellt werden.
So, what’s in the box (resp. in the Beutel)?
- Snow Peak Trek 1400 Titanium Set (185g)
- MYOG Potcozy (19g)
- BushBuddy ohne Ultra (172g)
- Trangia Brenner mit Simmerring (105g)
- Feuerzeug (14g)
- Schwamm (7g)
- Mini-Gewürzstreuer (15g)
- Buck Bantam Klappmesser (43g)
- Sea to Summit Beutel S (17g)
- Fläschchen Outdoorseife (nicht im Bild) (47g)
Macht zusammen 624g. OK, das ist weit davon entfernt, UL zu sein, aber zum Einen ist das gar nicht der Anspruch (denn die UL-Variante existiert bereits in Form vom Caldera Keg) und zum Anderen ist es so ein solides und vor allem multifunktionell
es System. Angeschafft wurde der BushBuddy als ein Holzkocher, der durch seine doppelwandige Konstruktion sehr effektiv ist, dabei gleichzeitig nach unten thermisch isoliert, und der als Brennstoff alles benutzen kann, was unterwegs so gefunden wird. Sollte mal kein geeignetes Brennmaterial vorhanden sein oder falls schlechtes Wetter das Kochen im Zelt nahelegt, kann der Spiritusbrenner, der in den BushBuddy perfekt hinein passt, benutzt werden. In dem Fall dient der BushBuddy als Topfstand und Windschutz in einem. Der Spiritusbrenner hat im BushBuddy einen idealen Abstand zum Topf. Bei einem ersten Test dieser Variante stellte sich heraus, daß der Simmerring aufgesetzt sein sollte.
Sicher werden in absehbarer Zukunft Praxistests dieser neuen Zusammenstellung folgen.
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Das Katzenboole
Daß die shane ein tolles Boot ist, wissen wir nicht erst seit heute. Daß sie sich aber bei unseren samtpfotigen Freunden auch so großer Beliebtheit erfreuen würde, kam doch etwas überraschend und ist schon eine kleine Sensation. Schließlich weiß ja jedes Kind, daß Katzen wasserscheu sind. Da sollte man annehmen, daß sie auch allem, was mit Wassersport zu tun hat, eher skeptisch gegenüber stehen würden.
Das Dromedar und das Roomie trafen an diesem Wochenende ein paar gute Freunde – beide Exilanten, eine aus Schläfrig-Holstein, die andere aus dem Ländle – im
Norden der Stadt und hatten, da ihre Gastgeberinnen über den Luxus eines direkten Zugangs zum See verfügen, die shane dabei.
Kaum war das Boot aufgebaut, wurde es auch schon in Beschlag genommen, und zwar von Supercat und Batcat, den beiden Samtpfoten, die bei unseren Gastgeberinnen residieren. Sie zeigten uns, daß so ein Boot über den Gebrauch als Wasserfahrzeug hinaus multifunktionell sein kann. Man kann darin spielen, oder auch darauf oder darunter, man kann in seinem Schatten chillen und es ist eine coole Location, um mit den Kumpels aus der
Nachbarschaft abzuhängen.
Die Versuchung, das Verhalten der Samtpfoten während des bestimmungsgemäßen Gebrauchs des Bootes zu studieren, war groß. Ihr wurde aber widerstanden, nicht zuletzt da die Krallen einer panikierenden Katze gegenüber der zarten Bootshaut eín starkes Gegenargument gewesen wäre. Stattdessen begnügten sich die Trampeltiere damit, allein auf dem See zu flanieren, zwischen parkenden Motorbooten und Reiherkolonien.
Ein rundum gelungenes Wochenende, das neben landschaftlichen, sportlichen, kulinarischen und geselligen Eindrücken auch phonetisch seine Spuren hinterlassen hat. Die Eigenart der Leute aus dem Ländle, an jedes mögliche und unmögliche Wort ein le anzuhängen – ein Schwänzle sozusagen – brachte auch shane ein Anhängsel ein: das Boole (‘bo:lə), nicht zu verwechseln mit Bowle.
Adele!
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Des Kochtopfs neue Kleider
Nachdem nun der erste Test ganz zu Daisys Zufriedenheit verlaufen war, wurde auch das neu erworbene Snow Peak 1400 Trek Titanium Cook Set mit einem Potcozy ausgestattet.
Wieder wurde die Heißmesserschweißmethode angewandt, die sich schon beim ersten Versuch bewährt hat. Mit zunehmendem Geschick wurde die Schweißnaht hergestellt.
Für die Henkel an Topf und Pfanne wurden Aussparungen eingearbeitet. Durch die angelegten Henkelöhrchen schmiegt sich der Potcozy an den Topf, sodaß eine zusätzliche Fixierung durch ein Klettband z.B. nicht notwendig ist. Topf- und Pfannencozy bringen zusammen 19g auf die Waage.
Ein Alternativcozy aus einer beidseitig aluminiumbeschichteten Blasenfolie (findet man z.B. bei Thermomatten für Windschutzscheiben) und Duct Tape reicht ästhetisch gesehen nicht annähernd an das formschöne schwarze Schaumstoffgebilde heran. Zudem ist es mit seinen 25g Gewicht satte 31% schwerer!
Designtest nicht bestanden, Gewichtstest nicht bestanden. Der Alternativcozy wird wohl den Weg alles Irdischen nehmen…
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Therapeutisches Basteln mit Daisy
Da die für diese Woche geplante Fahrradtour aus gesundheitlichen Gründen verschoben worden ist, musste schnell ein anderes Projekt gefunden werden, das die nun brachliegenden Energien des Dromedars kanalisieren könnte.
Ein schon seit geraumer Zeit gehegter Wunsch ist es, den neu erworbenen Titanbehältnissen Thermohüllen (neudeutsch Potcozy) zu verpassen, die den Inhalt länger warm halten, also z.B. den frisch gekochten Kaffee morgens an einem einsamen See oder die ehemals gefriergetrocknete Fertignahrung, die ein paar Minuten in heissem Wasser ziehen muss, ehe sie verzehrbar ist.
Zur Herstellung eines solchen Potcozys eignen sich verschiedene Materialien. Eines davon ist Evazote, ein geschlossenzelliger Schaumstoff, der auch für Isomatten Verwendung findet. Elastisch, leicht, reiss- und rutschfest sind die positiven Eigenschaften dieses Materials, negativ ist seine Hitzeempfindlichkeit, eine für den gewünschten Einsatzbereich nicht unumstrittene Eigenschaft. Diese macht sich das Dromedar jedoch zu nutze, denn anstatt den Potcozy zu nähen (Daisys sewing skills sind nicht besonders ausgeprägt), kann das Material auch geklebt bzw. verschweisst werden. Durch punktuelles Erhitzen (z.B. durch ein über einer Flamme erhitztes Messer) wird das Material an den zu verbindenden Kanten aufgeweicht und geht dann beim Zusammenfügen eine feste Verbindung ein.
Das Resultat einer ersten Bastelstunde ist auf den folgenden Bildern zu sehen.


Material: Evazote 5mm – Gewicht: 4g
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Schlafplatz
- WM Versalite
Süsse Träume verspricht dieser 1000 Gramm leichte mit 850+cuinch Fillpower Gänsedaune prall gefüllte Schlafsack der ExtremeLite Serie der Firma Western Mountaineering. Angegeben mit einer Komforttemperatur von -12 Grad (für US-amerikanische Männer versteht sich) hält er das Dromedar nachweislich bis in den Minusbereich warm. Der Aussenstoff ist ein wenig feuchtigkeitsanfällig und die Daunen verrutschen in den durchgehenden Kammern gerne mal, aber ansonsten kann sich das Dromedar über die Eigenschaften dieses Schlafsacks nicht beschweren.
Sollte es wider Erwarten doch mal in kältere Gefilde gehen, so lässt sich der Temperaturbereich des Versalite noch durch ein Seiden- oder ein Fleeceinlet nach unten erweitern. Beide Inlets lassen sich auch einzeln als Hüttenschlafsack oder in lauen Sommernächten verwenden.
- TAR Women’s TrailPro
Farblich dazu abgestimmt bettet sich das Dromedar auf eine Therm-a-Rest Women’s TrailPro, eine selbstentfaltende Isomatte. Diese gibt ihm mit seiner Dicke von 5 cm und einem R-Wert von 5.1 ausreichend Bequemlichkeit und eine überduchschnittlich gute Isolation nach unten (auf Schnee erprobt und für gut befunden). Dafür wird das Gewicht von 919 Gramm gerne inkauf genommen.
- TAR Compressible Pillow
Komplettiert wird das “Schlafsystem” durch ein Compressible Pillow, das aber je nach Bedarf auch mal zuhause bleiben muss.
(farblich ist hier allerdings noch Optimierungspotential vorhanden)
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Zu Wasser und zu Lande
In der kommenden Woche hat das Dromedar 3 freie Tage zur Verfügung, die es für eine kleine Tour ganz alleine auf sich gestellt nutzen möchte. Wandern und Paddeln wurde dieses Jahr schon ausgiebig betrieben. Aber der Drahtesel, der zur Zeit nur für die tägliche Fahrt in die Karawanserei genutzt wird, hat in der Vergangenheit in unzähligen Tagestouren seine Zuverlässigkeit unter Beweis gestellt. Ausserdem hat der Lieblingsoutdoorausrüster ganz zufällig gerade schöne orange Fahrradtaschen im Angebot. Da konnte das Dromedar nicht widerstehen. Warum also nicht eine Fahrradtour? Es würde die lang herbeigesehnte erste mehrtägige Fahrradtour für das Dromedar werden!
Schnell war eine Route gefunden. Es wird der Berlin-Usedom-Radweg, verkürzt um modifiziert durch einen vorgezogenen Beginn in Bernau (die Strecke Wedding-Bernau ist das Dromedar schon oft genug gefahren) und zwei Teilstrecken, die mit der Fähre zurückgelegt werden. Insgesamt wird das Dromedar so in drei Tagesabschnitten eine Strecke von 194 km (241 km mit Fähren) radeln müssen. Ob das zu schaffen ist…?
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Behausung
Dem Dromedar stehen die folgenden Behausungen zur Verfügung:

Inklusive Footprint und 10 Heringen wiegt dieses kleine Schmuckstück gerade mal 2185 Gramm. Dabei ist es groß genug, ein-zwei Personen zu beherbergen. Zur Komfortsteigerung wurde zusätzlich ein MSR E-Wing angeschafft.

Das Tarp dient einerseits dazu, den Eingangsbereich des Zelts regen- und windgeschützt zu machen, andererseits kann es als Notfall- oder Biwakbehausung herhalten.

The luxury way! Viel Platz im Innenzelt und in den beiden Apsiden bei stattlichen 140 cm Innenzelthöhe. Das hat natürlich seinen Preis: stolze 4,5 kg bringt das “Haus” auf die Waage. Bei einer Paddeltour spielt das zum Glück eher eine untergeordnete Rolle.
Um den Luxus komplett zu machen, kommt bei Paddeltouren auch noch das MEC Guides Tarp mit.

Zusammen mit zwei Tarppoles, 4 Trekkingstöcken und jeder Menge Abspannleinen ergibt dieses Tarp einen schönen Regenschutz.
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Küche


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Ein sturmstabiler Spirituskocher mit Non-Stick Töpfen, Deckel, Gasbrenner, Multi-disc und Kocherstern für die Espressokanne. Wenn man leicht unterwegs sein will, kann der große Windschutz durch das kleine leichte Brennergestell ersetzt werden.

Die 200-Gramm-UL-Küche für den Soloeinsatz. Alles dabei: Spiritusbrenner, Windschutz/Kocherstand, Topf, Schüssel, Becher, Potcozy und Brennstoffflasche. Zu empfehlen, wenn man bereit ist, bei der Robustheit ein paar Abstriche zu machen.

Wenn man unterwegs nicht auf ein bisschen Kultur verzichten möchte. macht dieser kleine Kaffeekocher einen ganz ordentlichen Kaffee. Klein im Packmaß und nur 300 g schwer. Ein ausführlicher Testbericht ist hier nachzulesen.
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